Angelo Picchioni

Military Officer, Deceased Person

1817 – 1891

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Who was Angelo Picchioni?

Picchioni, Angelo. Ingenieur, österreichischer Offizier und Landwirt. Sein Vater Luigi Picchioni, Italianist und Mitglied des Geheimbundes der Carbonari, musste in den 1820er Jahren in die Schweiz emigrieren. In Basel wurde er Professor und war mit Jakob Burckhardt befreundet. Der Sohn Angelo absolvierte 1834 das Gymnasium in Basel und ging anschließend nach Wien, wo er eine Militärkarriere begann. Er war zunächst Absolvent in der k.k. Genie-Akademie, in der er eine technische Ausbildung erhielt, die auch Kenntnisse des militärischen Bauwesens mit einschloss. Ab 1838 war er als Offizier Mitglied im k.k. Genie-Stab. In dieser Funktion wurden ihm wichtige Aufträge erteilt, wie die Errichtung des Offizierspavillons in Klosterbruck bei Znaim, Mähren (vor 1851). In Wien erbaute Picchioni den Reitschul-Komplex im k.k. Militär-Equitations-Institut im 3. Bezirk, Ungargasse 62 (1850, nicht erhalten). 1857 trat Picchioni – mit Beibehalt des Offiziers-Status als k.k. Genie-Major – vom Dienst im k.k. Heer aus. Er widmete sich der Verwaltung seiner Güter im heutigen Tschechien, namentlich in Böhmisch-Rudoletz – das er 1857 von Graf Leo Rasumowski erworben hatte – und Wölking (heute Cesky Rudolec und Dolní Bolíkov), und führte auch modernste Kenntnisse auf dem Gebiet der Bodenkultur ein. In diesem Zusammenhang ist auch seine Mitgliedschaft der k.k. mährisch-schlesischen Ackerbaugesellschaft zu sehen. Picchioni erzielte durch den mustergültigen Betrieb seiner Landwirtschaft einen zunehmenden Wohlstand und als reicher Großgrundbesitzer konnte er sich in Bömisch-Rudoletz eine Residenz errichten. An der Stelle eines bestehenden Wasserschlosses entstand 1860 sein «Schloss». Picchioni war vielseitig engagiert: 1870–1882 arbeitete er an der Reform der Grundsteuerregelung mit; er war zudem Mitglied von mehreren Lokalkommissionen und der Zentralkommission in Wien. Zwischen 1871 und 1883 war er auch in der Politik als Abgeordneter der deutsch-liberalen Partei im mährischen Landtag tätig. Auf Grund seines Interesses für Kultur und Volkswirtschaft gehörte er zu den Stiftern des mährischen Gewerbemuseums. Diversen Quellen zu Folge war er Professor für Baukunde an der Genie-Akademie in Klosterbruck bei Znaim. In seinem Wahlwohnsitz Böhmisch-Rudoletz gründete er eine Stiftung für arme Schulkinder und er genoss große Beliebtheit und breites Ansehen. QUELLE: http://www.architektenlexikon.at/de/1206.htm

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Born
Nov 15, 1817
Parents
Nationality
  • Austria
Profession
Died
Feb 6, 1891
Ljubljana

Submitted
on July 23, 2013

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